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Huetstall  (Eschen)


*h̀¬¼t̜st́a̡l (b—m ~)
Unbekannt. Nach Ospelt 1911, 58 im Riet.

Historische Belege
1570 Hurd stall (Pfäf 22/3; fol. 1r, Z 15): "... deß Jacob Gestöllß und waß darob ist biß an dz ~, [gehört] alles gen Benderen." "...sind alle im Feldt, genant dz Binder Feldt"
1650 Hurth Stall (PfAM 18/1; Z 15-16): "... die wegsamme vnderm Zaun biß an die Stälze vnd ~ ..."

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 58: Hurtstall [bim h̀u¼t̜sta̡l]. Selten gebraucht.

Deutung
'Stelle, an der sich anstelle eines Zaunes ein Flechtwerk aus Ruten befindet'. Die bei Ospelt 1911 notierte Aussprache zeigt Reduktion des /-r-/ im Nexus mit Dental; der lautliche Vorgang ist evtl. verbunden mit volksetymologischer Umdeutung von mda. Hu( e) rd f. 'Hurde, Flechtwerk aus Ruten' zu Huet 'Hut' f. (gleichsam «Stall, wo gehütet wird»).

Hurde
Stall