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Güggelhala  (Eschen)
620 m; 757,6 - 232,0 4-F/G

Å̋¥kÆh̓al½ (k- / —k- / —r ~ / fœr ~)
Wieshang und Strasse nördlich des Dorfes Eschen, an der Gemeindegrenze zu Gamprin, nordwestlich hinter dem Gebiet Boia.

Historische Belege
1. H. 15. Jh. Ǵuglenhald (LUB I/2; S. 322): "vss ainer halben iuchart akers, d haist ~,"
1620 guglenhald (Pfäf 21/8; fol. 2v, Z 10-11): "... auß einer halben iuchart ackers die ~ genant ..."
Mitte 17. Jh. Güglenhald (LUB I/2; S. 322): "... stosset an ~."
1663 Gügel Halden (AS 2/2; fol. 8v, Z 10): "... ein akcher aúf ~ gelegen ..."
~1689 Güggell halden (Pfäf 13a; 4. St., fol. 1v, Z 3): "... ob dißer [Acker] ietz an der ~ lige, waiß Ich nit und kan mich nit ersinnen wo die Güggell sein müösse."
1690 Gügel Halden (Pfäf 22/11; fol. 3r, Z 10)
~1701 Gigle Halden (RA 11/7/2; fol. 3r, Z 13): "... ackher aúf der ~ ... abwerts ... an die Eschner allmein ..."
~1701 Gigler Halden (RA 11/7/2; fol. 3v, Z 1-2): "... ackher aúf ~ ..."
~1701 Gigles Halden (RA 11/7/2; fol. 13r, Z 3-4): "... ackher aúf ~ ..."
1717 Gigelhalden (U 80; Z 11): "Ein Ackher [vff] ~ gelegen: ..."
1717 Güggelhalden (U 80; Z 15): "... Hewguet, auf ~: ..."
1734 Gügell Halden (GAE II/44; fol. 1r, Z 8): "solle man die Ebni ob der ~ ... in legen [d. h. in den Bann legen] ..."
1754 Güggell Halden (AS 2/8; fol. 1v, Z 24): "... 1 Stückl aúf der ~ [stösst] ... von 3 Seithen an St. Lúzi Pfrúndtgúth."
1756 Gügelhalden (GAS 40/103; fol. 1r, Z 9): "... gibt gemelter Verkäuffer ... zú kaúffen ... den halben acker aúf ~ ... gegen Schan an St. Lúzi Gút ..."
1788 Güntelhalden (AS 2/13; F 57bv, Z 3): "... Heúgút aúf ~ gelegen ..."
1794 Güggelhalden (GAE UB 231; S. 232, Z 18): "Beý dem St. Ltzigt af ~ beim Zan am Eck steht ein alter Markstein ..."
1804 Gügelhallenfeld (AS 2/22; fol. II 115v, 4. Sp. Z 5): "Ein Heúgút in Gastelún im ~"

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 49: Güggelhalden [uf t¼r k̋uklh̓ala].

Deutung
a) In Flurnamen dürfte Güggel m. meist in übertragener Bedeutung auf Anhöhen hinweisen. Primär bestand wohl kein direkter Bezug zum Tier; dieser wurde erst sekundär hergestellt. Hier kann dabei vielleicht an gucken 'schauen, Ausschau halten' gedacht werden, und zwar dann, wenn Güggel und gucken ursprünglich auf eine Ausgangsbedeutung '(den Hals) vorstrecken, aufrecken' zurückzuführen wären. Hier also (mit dieser Eingrenzung): 'Gockelhalde'.
b) Ob auch an alem. G̞ugel m. 'Röhre oder Spitze eines konischen Hutes, spitzige Kappe, Mütze; Art Kapuze' zu denken wäre (übertragen auf eine Geländeform oder in anekdotischer Verbindung), muss hier offen bleiben.

Güggel
Gugel
Halde