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Güediga  (Eschen)
500 m; 758,4 - 231,5 5-G

g̊¬¼d—g½ (~ / ¬f ~ / ¬f ~ / ab ~)
Hügel nordöstlich des Dorfes Eschen, auf dem Eschnerberg1, an der Gemeindegrenze zu Mauren.

Historische Belege
1363* Güdingen (LUB I/3; S. 294): "von ainem mitmell akhers auff ~"
1363* Eindingen (LUB I/3; S. 295): "... Ain maritschlin gelegen ze ~ an der stras"
1363* Güdingen (LUB I/3; S. 314): "von ainem mütmel akers ze ~ ..."
1363* güdingen (LUB I/3; S. 314): "Item Ain Maritschlin gelegen ze ~"
Mitte 15. Jh. GÒudingen (LUB I/2; S. 324): "... acker vff ~, stost zu ainer sitn an sant Lutzis gt, vornan an ... gt zu der andren siten an Richintzer vnd an Werlis gt"
1555 güedigen (Pfäf 22/1; fol. 1r, Z 15): "Erstens ist zu wüssen, dz ain Pfarrer in Eschen hatt klain und grossen Zähenten drä Fälder, so allwegen dz Jhm dem Pfarrer zehendt. 1. ~."
1579 Güdingen (Pfäf 22/5; fol. 5v, Z 12)
1620 güdingen (Pfäf 21/8; fol. 2v, Z 21): "... acker uf ~ ..."
1637* Güedigen (PfAE RB 1637; fol. 7r, Z 2): "... aigen thail auf ~ ... zuer vierten siten an die lanndstraß."
1650* Geüdigen (PfAE KR 1650; S. 12, Z 3): "Andreß Ihan ... sein stúck Teil auf ~ ..."
1661 Gidingen (U 71; Z 9): "... Ackher auff ~ gelegen ..."
1665 Geüdigen (PfAE KR 1650; S. 21, Z 3-4): "... gúot aúf ~ stost ze einerseitten an der herrschafft gúot ze anderen an die Landstrass ..."
1665 güettigen (Pfäf 22/10; fol. 1r, Z 15): "Weiters deß Lennckhen äckherlein auf ~ ..."
1692 Gütiger feldt (PfAE KR 1650; S. 56, Z 5-6): "... Ein aker Im ~ gelegen ..."
1693 Gridigen Feld (AS 2/1; fol. 133v, Z 29): "... ein akher im ~ gelegen ..."
1693 Gidtigen Feldt (AS 2/1; fol. 135r, Z 20): "... Weingarthen den Dritl Weingartten stost ... gegen dem Rhein an dz ~ ..."
1698* g̀udigen (LUB I/4; S. 489): "Ain Stúckh auf ~, stost oben an die algemain"
1698* gidingen (LUB I/4; S. 500): "Ain halber tagman aúf ~, stost an St. lúcis gúet"
1698* Gietingen (LUB I/4; S. 505): "Ein ackher aúf ~ an die Algemein stost an den Newen weingarten"
~1700 güedingen (Pfäf 22/16; 1. St., fol. 1r, Z 12): "... ackherlin auf ~."
1722 güedigen (Pfäf 22/20; fol. 1v, Z 5): "... äckherlin auff ~, länckhelen äckerlin ganant"
1722 Güetigenfeldt (AS 2/5; fol. 23v, Z 10): "... akher aúf ~ ..."
1726 Giedigen (AS 2/3; fol. 30r, Z 24): "Jacob Welti von Maúren ... Acker aúf ~, der Schnebeler genant ..."
1728 Göedigen Feldt (AS 2/3; fol. 98r, Z 98): "... Ackher in dem ~ gelegen im Thaal genant"
1734 Gnädigen (AS 2/7; fol. 67v, Z 26): "... acker aúf ~ genanth ..."
1737 Güedigen (PfAE EM 1661; fol. 34v, Z 20): "... Ackher aúf ~ ..."
~1745 Güden (RA 63; fol. 1a): " ... Ein an sprach auff ~ ..."
1766 Giedtigen (PfAM 43/11; fol. 1r, Z 11): "... ein akher auf ~ ..."
1769 Giediger Feld (AS 2/15; fol. I 40v, 4. Sp. Z 3): "1 Aker im ~ der Búrg Aker genannt."
1773* Güedtigen (PfAE SR 1755; S. 10, Z 11): "... ein Stuckh ackher auf ~ ..."
1795 Giedigen (RA 7/4/29; S. 17, Z 18): "... Aús einem Stück dito (Acker) aúf ~ genannt ..."

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 51: Gütigen [uf g̊u¼d¼ga].

Deutung
a) Der Familienname Güting ist 1818 im Pfarrarchiv Mauren belegt und dürfte hier vorliegen als elliptisch gekürztes, ursprünglich genitivisches *in des Gütingen ( Feld, Wiese, Acker etc.). Die grosse zeitliche Distanz zwischen dem Auftreten des Flurnamens (14. Jh.) und dem des Familiennamens (erst 19. Jh.) ist allerdings auffällig.
b) Eine Verbindung mit adj. gütig 'geschlichtet' (und damit bezugnehmend auf einen einstigen Rechtsstreit) mag denkbar sein, scheint hier aber weniger wahrscheinlich.

Güting