Alle Gemeinden Balzers Triesen Triesenberg Vaduz Schaan Planken
Eschen Mauren Gamprin Schellenberg Ruggell  
Namensuche      Liste
Gscheggenacker  (Eschen)


Unbekannt. Nicht sicher lokalisierbar.

Historische Belege
1. H. 15. Jh. Gscheggen aker (LUB I/2; S. 355): "... aker, haisst ~, stosset an Brendlis gter, obna an die waid."

Wertung des Belegs
Erfahrungsgemäss ist die hier als Gsch- geschriebene Konsonantenverbindung (mit palataler Beteiligung) nicht mit Sicherheit als /k̜s-/ zu lesen; auch /̜sk-/, /t̜s-/ oder /̜s-/ wären möglich; vgl. auch - umgekehrt - etwa Schgun Grabs mit den historischen Schreibungen gschun, gschtun, gstun (Stricker 1974, 238). Camenisch 1962, 138 (im Abschnitt "Zur lautlichen Deutung urkundlicher Formen") schreibt: "So ist es nicht verwunderlich, wenn für /t̜s/, /ts/ und /̜s/ eine solche Anzahl wirr durcheinander gehender Schreibungen eintrat, dass daraus ohne Kenntnis der heutigen Lautform jeder Schluss auf den tatsächlichen Charakter des Lautes unmöglich ist."

Deutung
Die historische Schreibung Gscheggen- entspricht wohl Scheggen- oder Tscheggen-: 'Acker einer Person oder Familie namens Schegg'.

Schegg
Acker