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Glari  (Eschen)
4/5-G

*gl̓ari (—m ~)
Unbekannt. Im Mösmafeld, gegen Aspa.

Historische Belege
1807 Glar̀y (AS 2/22; fol. II 124v, 4. Sp. Z 3): "1 Stuck Acker im Müsnerfeld am ~ genant [stosst] Aufwärts [an das] Pfrúndgúth ..."

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 46: Glari [im gl̓ari].
Ospelt 1911b, 13: Glari. Zu einem Personennamen: Güter des Ulrich Glarner, nach Urkunde von 1615 "des Glaris Güthlein".

Besprechung der bisherigen Deutungen
Der Ansatz von Ospelt 1911b ist insofern fraglich, als Glarner Güter nur für Mauren bezeugt sind; in den dortigen Belegen fehlt aber eine Form Glari.

Deutung
Unsicher. Vermutlich elliptische Bildung mit unbekanntem Grundwort. Es stehen verschiedene formale Möglichkeiten offen, deren Plausibilität jedoch schwer zu beurteilen ist, da nähere Zusammenhänge nicht bekannt sind.
a) Liegt das mda. Nomen agentis Glari m. 'glotzende (Manns-)Person' als Übername vor (zum Verb glaren 'glotzen, stieren'; vgl. Id. 2, 639f.)?
b) Glari ist (nach Id. 2, 640) eine alte volkstümliche Form für 'Hilarius'. Vgl. in Tägerwilen (TG) den Flurnamen Glaris Zelg. St. Glaris Tag war der 13. Januar. Vielleicht hieher?
c) Oder zum böhmischen Grafengeschlecht Clari-Aldringen? Nach Ulmer 1925, 101 hatte das Geschlecht von 1679 an für ungefähr 100 Jahre die Pfandschaft Neuburg inne. Neuburger Güter sind in Eschen bezeugt.


Hilarius
Clari