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Vogelmolchahötta  (Vaduz)
1640 m; 764,33 - 219,1 11-S

f́œgÆmœlx½h̊œt½ (p- / tsœr ~ / b—r ~ / fœr ~)
Weide auf der Alp Pradamee, im Nachtsäss, mit Überresten eines Fundaments, mit Lärchen bewachsen.

Bisherige Deutung
Ospelt 1911, 139: Vogelmolkenhäusle [bim f̀œglmœlxahüsli]. Das Vogelmolken war eine Abgabe an die Herrschaft.

Volkstümliches
In dieser Hütte nahm der fürstliche Jäger das Vogelmolken (den Alpertrag eines Tages) in Empfang.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Hopfners Annahme von rtr. uors im zweiten Namenteil (allerdings nicht der klassisch-lat. Genitiv Plural URSORUM) ist nicht von der Hand zu weisen. Ein *VALLURA (so auch Hopfner) ist allerdings erfunden. Die Diphthongierung des Haupttonvokals in der Walsermundart von Triesenberg ist zweifellos sekundär (also dt.).

Deutung
'Hütte, in welcher das sogenannte Vogelmolken abgeliefert werden muss'; Vogelmolken hiess die Abgabe im Umfang des Ertrages eines Alptages an die Herrschaft'. Zur Sache vgl. bes. Frick 1983.

Vogel
Molken
Hütte