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Parahalda  (Vaduz)
700 - 1000 m; 759,0 - 224,70 5/6-N

ṕar½h̓ald½ (̠p- / —̠p- / —d¼r ~ / ¥sd¼r ~)
Steiler Waldhang mit Felsköpfen nordöstlich oberhalb des Dorfes, gegen die Rappasteinröfi, südlich des Gebiets Tid.

Historische Belege
1797 Behren Halden (RA 32/1/75; 4r, Z 16): "... das úngemesene im Múgen Wald únd an beden Seiten die ~ únd gegen dem Tobel."

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 19: Barahalde [ir b́arah̓alda].
Ospelt 1981b, 94: Barahalda. 1. Barren 'Futterraufe': Halde, wo es Barren gab. 2. Barre 'Hindernis, Balken, Stange, Riegel'; 'abgeriegelte Stelle'. 3. bar 'frei stehend, bloss, leer': 'waldfreies, unbewachsenes Gelände'.

Besprechung der bisherigen Deutung
Nipps Ansatz greift wohl zu weit; der Name wird deutsch sein.

Deutung
a) Alem. bar 'nackt, bloss' (Id. 4, 1433)? Hinweise auf begriffliche Verbindung mit Gelände ('unbewachsen, unbewaldet, abgeholzt' oder ähnlich) fehlen in Id. allerdings. Für die Annahme könnte die teils nackt-felsige, steile Umgebung des Ortes sprechen.
b) Zusammenhang mit bündnerdt. Barme( n) m. 'Stall für Bergheu'; dieses erhalten in Barmengädemji Langwies? Von den Bedeutungen von B̞are( n) m. ('Futterkrippe, Futterraufe'; vereinzelt Nidwalden 'Anbindlehne für das Vieh auf Weiden'; vereinzelt Appenzell, Thurgau 'Art Heuboden im Stall'; 'Stall für Bergheu', Graubünden 'Stall für Bergheu') scheint nur letztere bei uns in Parahalda in Frage zu kommen. Die Entwicklung des Wortes (Bare[n] < Barn < Barm) würde dabei walserische Übernahme wahrscheinlich machen. Vgl. auch in Grabs Barmlatte f. 'Balken über der Futterkrippe im Viehstall, in den die Anbindsprossen von unten eingelassen sind'.

bar
Barn
Halde