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Letzi  (Vaduz)
600 m; 758,28 - 223,80 5-O

l̀“ts— (̗t- / —̗t- / —d¼r ~ / fœr ~)
Waldhang mit einem Wohnhaus südöstlich oberhalb des Gebiets Maree, südlich des Platzres.

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 69: Letze [uf t¼r l“tsi].
Ospelt 1911b, 12: Letzi.
Beck 1953b, 215f. Letze. Zu Letzi 'Wehranlage' (< ahd. lezjan 'aufhalten, hemmen, hindern')? Wohl von Litzi 'Schattenseite' zu trennen.
Ospelt 1981b, 94: Letzi. Mhd. letze 'Grenzbefestigung, Verteidigungsanlage, Schutzwehr' oder 'Grenzgebiet, Streifen Wiese oder Wald, der an fremdes Eigentum stösst'.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Eine Ableitung auf -̂URA zu rtr. ladar 'düngen', wie Nipp sie vorschlägt, ist nicht zulässig.

Deutung
Mda. Letzi f. Es sind zu erwägen:
a) 'Grenzbefestigung, Wehranlage'. Es wurde zwischen bleibenden und vorübergehenden «Letzinen» unterschieden. Erstere bestanden aus festem Mauerwerk mit einem oder mehreren Warttürmen, einem Graben und einem Tor. Die zweite Art wurde erst beim Ausbruch eines Krieges aus Erdwerk errichtet und bestand aus einem breiten und tiefen Graben mit Wall auf der innern Seite. Der nötige Durchgang in Friedenszeiten erhielt ein starkes hölzernes Tor.

b) 'Grenze eines Territoriums'. Sie konnte entweder auf natürliche Weise (durch Bäche, Einschnitte, Abhänge) oder wohl auch durch einen Zaun, Grenzpfähle oder durch eine einfache trockene Mauer bezeichnet werden.

Die sachlichen Umstände bleiben im dunkeln.


Letzi