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Bangarta  (Vaduz)
455 m; 757,80 - 223,20 4-O

b̀a̠¾̄art½ (d¼r ~ / —m- / —m ~ / fœm ~)
Häuser, Obstgärten und Strasse im Underdorf, von Äuli, Lett, Quäderli, Stöckler und Herragass begrenzt.

Historische Belege
1693 Bandtgarthen (PfAS Urb 1693; I fol. 39r*, Z 6): "... gúeth, der ~ genant, zú Vadúz gelegen, stost aúfwert dem landt nach an die Heimgass ... zú den andern zweý seiten an die gemeindts kraúth gärthen ..."
1726 Bandtgarten (AS 2/5; 157v, Z 29): "... der ~ zwischen Gemeinds-Gärten gelegen ..."
1776* Band-Garten (AS 2/10; F 48, Z 17): "... Streüe Mad in ~ genannt ... abwerts an das Haberfeld, gegen Berg an den Quäderle Büchel ..."
1780 Bandt Gartten (RA 44-11; 1r, Z 29): "... streüe madt in dem ~."
1802 Banngarten (RA 22/8/9; 1r, Z 19): "... das Wasser von den Bünten, aús dem grossen únd kleinen oder sogenanten Tonisäúle, hinter dem Gemeinds- und ~ bies ins Haberfeld..."

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 18: Ban( n) garten [im b̀a¾g̠arta].

Deutung
Zu mda. Bandgarta m. 'Pflanzung von Bandstöcken (Salweiden)'; als Bänder wurden die Weidenruten bezeichnet, die u. a. zum Anbinden von Weinreben und jungen Bäumen an ihre Stützstäbe gebraucht wurden. Um sie als Bänder benutzen zu können, mussten die Weidenruten gewässert werden (vgl. Laternser 1996, 319). Der Wechsel von /bandg-/ zu /ba̠¾-/ erfolgte aus artikulatorischen Gründen (Assimilation im Nexus -ndg-). Vgl. auch †Bängertle Schellenberg.

Band
Garten