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Baholz  (Vaduz)
530 - 650 m; 758,000 - 224,100 4/5-N

b̓ah́œlts (s ~ / —s ~ / —m ~ / fœm ~)
Gebiet südlich der Möliholzröfi und nordöstlich über dem Baholzzun, von der Fabrik bis zum Krankis; im unteren Teil Wiesen und Häuser, im oberen Teil Wald. Der untere Teil ist örtlich identisch mit Allmein1 und Villenviertel. Vgl. auch †Holz.

Historische Belege
1607 Banholtz (RA 10/2/8/2/10; 1v, Z 23): "... Ein Thenne vnd Fohrren banwaldt aúf Platz, geth ... Gegen dem Rein ahns ~ ..."
1642 Ban Holz (RA 10/2/8/3/24; 1r, Z 25): "Dýdt, vnd die Müggen Waidt, dz ~, ob Vaduz."
1735* Bahn Holz (PfAS KR; 2v, Z 3): "... auß dem ~ ..."
1776* Banholz (AS 2/10; F 48, Z 25): "Ein Stuck Weingarten in der Marin stoßt ... gegen Berg an das ~ ..."
1797 Banholz (RA 32/1/75; 7v, Z 10): "... der Wald das ~ genambt bis an Büchel."
1798 BannHolz (SchäU 222; 1a): "Der Wald das ~ genambt bis an Büchel"

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 18: Bahnholz, Bannholz [b̝ah̀olz].
Frick 1955, 93: Bahnholz. Die gedehnte Aussprache und die entsprechende Schreibung verdecken Zugehörigkeit zu mhd. ban 'Bann'.
Frick 1969, 255: Bannholz.
Ospelt 1981b, 94: Baholz. Das Gelände stand im Bann, d. h. jede Nutzung war verboten.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Nipps ASSULA MACARIU 'Hütte des Mager' (?!) ist nicht ernst zu nehmen: weder der Heiligenname Macarius (zu griech. MAKARIOS 'selig', vgl. RN 3, 387) noch lat. ASS¬LA 'Splitter' (!; REW 736) ist in Romanisch Bünden vertreten (und ein dt. Reflex *Mager des Personennamens, wie er von Nipp angesetzt wird, ist auch nicht bekannt).

Deutung
'Wald, der im Bann steht'. Also ein Schutzwald, dessen Nutzung verboten war.

Bann
Holz