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Fari  (Triesenberg)
1120 m; 759,65 - 221,95 6-Q

f̓ar— (ts ~ / ¥fts ~ / ¥f¼m ~ / ab¼m ~)
Wiesenmulde südlich unterhalb von Masescha, südöstlich oberhalb des Rotabodnerwalds.

Historische Belege
1666* Fahren (PfAT Urb 5; S. 43, Z 7-8): "... gúot vff Polisgúot genant ... Bergw[ärts] an Christa Hilbÿ vff der ~."
1666* Fahren (PfAT Urb 1; S. 53, Z 1): "Christa Hilbÿ aúf der ~ ..."
1722 Fehren (AS 2/5; fol. 3v, Z 10): "... die Maria [Sellin] an dem Haúß aúff der ~ ..."
1779 Fahren (PfAT 44; fol. 2r, Z 14): "... der Pfarpfrúnd zú Trisen von denen güttern zú Maseschen am Trisnerberg ... zúgehörig ... Erstlich aúf dem ~ genant ..."
1784 Fahry (PfATb Urb 1784; fol. 3r, Z 9): "... Gúth aúf dem ~ genannt ..."

Wertung der historischen Belege
Die Belege zeigen die Formen auf der Faren (einmal auf dem Faren) wie auch das heute gebräuchliche Fari n. (walserische Diminutivbildung zur Ausgangsform /Fara/).

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 35: Fahren, auf der - [uf da f̠ar½].

Deutung
a) Ableitung von Fara m. 'Farnkraut' mittels des Kollektivsuffixes ahd. -ahi und Kontraktion von *Farahi > Fari: 'Farnbewachsener Grund'. Das Kollektivsuffix tritt vor allem bei Baum- und Pflanzennamen auf. Vgl. Hasli Wolfhalden AR (1404 Haslach), Äschi Walzenhausen AR (1598 Aschach).
b) Oder Kurzform zu *Faraguad 'mit Farn bewachsenes Gut', mit wals. Diminutivbildung auf -i zu Fara m. 'Farnkraut' (unter Einfluss von neutr. *-guad)?

Farn