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Muetertola  (Schaan)
1950 m; 763,3 - 221,6 10-Q

ḿ¬¼t¼rt̓œl½ (̌p- / —̌p- / —r ~ / fœr ~)
Weidegebiet auf Guschg, westlich über der Guschgerhötta, nördlich der Drei Kapuziner.

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 131: Mutterdohle [ir m̀u¼t¼t̄¡la].
Broggi 1978, 249: Muttertola. < Mueterna 'Futtergras'.
Frick 1979b: Mueterdohla. Zu Mueterna 'gutes Futterkraut in den Alpen'.

Besprechung der Nennung
Ospelt führt noch die mundartechte Aussprache mit -̠“- (Dehnung in offener Silbe) an (vgl. demgegenüber die heutige Kürze im /--/ unten bei Mederschlatt.

Deutung
Muetertola ist vermutlich volksetymologisch umgedeutet aus *Motternatola: 'Mulde mit Bewuchs von Alpen-Mutterwurz)'. Vgl. auch Motterna Triesen. Evtl. gleich zu beurteilen ist Mutterloch Grabs (auf Neuenalp).

Mutterne
Tole