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Mattla  (Schaan)
1750 m; 765,0 - 221,1 11/12-Q

m̀atl½ (̌p- / ts¥r ~ / ¥fd¼r ~ / fœr ~)
Weidegebiet auf Guschg, unweit des Sassförkle, gegen Matta (Balzers) hin.

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 131: Mattlaboden [d¼r matlab¡da].

Deutung
Mattla scheint in einem formalen Verhältnis zu dt. Matte f. zu stehen. Örtlich dürfte sich dabei die in der Nähe (1 km weiter nordöstlich) liegende Matta Balzers (Alp) als Ausgangsform anbieten. Vielleicht liegt aber direkt das von Matte f. ausgehende alem. Mettlen f. 'meist schattige, kleinere Wiese am Waldrand' vor (Id. 4, 558): wurde es unter Einfluss von Matta zu Mattla rückumgelautet? Mettlen ist appellativisch für Bern, als Name aber bis in die Ostschweiz bezeugt. - Wenig dürfte zu unserem Fall der in Id. 4, 548 s. v. Matt figurierende) Beleg 1562 im Amattle ("Aa-Mattle") für Nidwalden beitragen, denn dort wird es sich um ein Diminutiv auf -li (und also Neutrum; vgl. die Präposition im) handeln. - Weitere, ins Substrat hineinreichende Fälle von äusserlich entsprechender Auslautalternanz -a/-la, etwa bei den Reliktwörtern Trosa/Trosla 'Alpenerle', Pätschla/Petscha 'Tannzapfen', Natta/Nattla f. pl. 'fettes Gras' (in Vorarlberg und Tirol; vgl. Mätzler 1968, 26f., 35, 40), werden angesichts ihres Hintergrundes hier nicht heranzuziehen sein.

Matte