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Höll  (Schaan)
1390 m; 763,180 - 220,090 10-R

ḫœ̡l (t ~ / —t ~ / —r ~ / fœr ~)
Tiefe Felsschlucht im Stachler, an der Grenze zu Pradamee (Vaduz). Örtlich identisch mit †Gitzihöll.

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 126: Held [i d¼r h“̡ld], auch [kitsih“̡ld].
Beck 1953, 49: (Gitzi) hell. Hell 'Hölle' ist häufiger Lokalname und bezeichnet schauerliche Örtlichkeiten, Schluchten und Abgründe.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Der Ansatz von Vincenz trifft hier nicht zu; siehe das Folgende.

Deutung
Mda. Höll, älter Hell, Held f. 'Hölle' bezeichnet als Toponym Orte, an denen es nicht geheuer, dunkel, schmal oder auch gefährlich ist. In unserem Fall war wohl die Gefährlichkeit des Weges beim Viehtrieb namengebend. Dies ist möglicherweise auch der Hintergrund für die Sage, nach der die Flur auch Gitzihöll genannt wird: In diesem Tobel soll der Teufel die verendeten Ziegen waschen und fressen. Zur Sage vgl. Seger 1965, 25.

Hölle