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Fukseri  (Schaan)
445 m; 756,46 - 227,25 3-K

f̀¥ks¼r— (p- / —p- / —r ~ / fœr ~)
Äcker, vereinzelt Wiesen, nordwestlich des Dorfes, südlich des Rosagartawegs, im Gebiet Bofel2.

Historische Belege
1482 Fuxerin (SchäZ 13; fol. 8b): "Fridli Hennj von Schan Zinnst (von ainer) ... Ab ainem Stückh Gueth im Vndern Bofel, Auff der ~ ..."
1604 Fuchsserin (U 61; fol. 33a): "... von einem Stuckh guet im vnderen Bofel vff der ~ genandt gelegen ..."
1664 F̀uxeren (PfAS Urb 1664; fol. 7r, Z 8): "Thoma Negele von Schan zinset ab einem ackher Im Nëen Bofel aúf der ~ genanth ..."
1678 F̀uxerin (AS 2/1; fol. 89v, Z 19): "... ab seiner aignen stúkh Mägere aúf der ~ gelegen ... abwerts an die Mäder ..."
1721 F̜uxere (AS 2/4; fol. 139v, Z 23): "Ein mägere die ~ genandt ..."
1763 F̀uxeri (RA 44-10; fol. 1r, Z 10): "... 1 stúckh Megeri aúf der ~."
1789-1793 F̀uxern (RA 12/3/3/101; fol. 1v, Z 13): "... Mägere aúf der ~ stoßt aúf wert an daß Schlat ..."
1794 F̀uxern (RA 12/3/3/103; fol. 6r, Z 8-9): "Eine kleine Mägere aúf ~ stoßt aúfwärts an das Schlattfeld ..."

Wertung der historischen Belege
Die heute übliche Aussprache mit dem Suffix -eri( n) wird durch die ersten Belege bestätigt; teils findet sich auch die (durch die Aussprache bei Ospelt bestätigte) Endung -era.

Bisherige Nennungen
Ospelt 1911, 40: Fuxere [i d¼r f̀uks¼ra].
Ospelt 1911b, 12: Fuchseren.

Deutung
Mhd. -u- wurde im Wort Fuchs nach Jutz 1925, 82 grösstenteils auch dort geschlossen beibehalten, wo sonst die offene Entsprechung vorherrscht; dies erklärt das Nebeneinander von Fuks- und Foks- in den Talmundarten (vgl. etwa Foksera Balzers).
a) Tiername, abgeleitet mittels des Suffixes -era (sekundär -eri): 'Ort, wo es viele Füchse hat'.
b) Movierte fem. Bildung auf -eri( n) zum Personennamen Fuchs: 'Gut einer Frau namens Fuchs'; der Familienname Fuchs ist für die Zeit, aus welcher die Belege stammen, allerdings kaum bezeugt.

Fuchs