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Fina  (Schaan)
480 m; 757,60 - 226,35 4-L

f̓Œn½ (p- / —p- / —r ~ / fœr ~)
Wiesen, Häuser und Strasse nordöstlich des Dorfes, im Gebiet Bartledura. Der Strassenname wird offiziell mit Präposition (In der Fina) verwendet.

Historische Belege
1538 Vingen (U 51; fol. 6r, Z 6): "Item Dorathe Spieglin zeinst vom gt ~ genant 4 ß. d."

Bisherige Deutungen
Nipp 1911, 60: Fina [i dr f̠‹na]. RUINA (RUPINA?). Zur Kurzform hat wie bei Salums > Lums der deutsche Artikel beigetragen.
Ospelt 1911, 37: Fina [i der f̠‹na].
Nipp 1924, 103: Fina.
Frick 1974b, 24: In der Fina. Zu rtr. rovina 'Rüfe'.
Stricker 1981c, 40: Fina. 'Rüfe'. Rumpfname.
Vincenz 1983, 186: Fina. Durch Aphärese gekürzte Form zu lat. RUINA 'Einsturz', rtr. ruina 'Rüfe' (E), 'Ruine' (E, S).

Besprechung der bisherigen Deutungen
Die Herleitung des Namens ist grundsätzlich erkannt worden.

Deutung
Artr. rovina f. 'Rüfe, Geröllhalde, Erdschlipf' lebt weiter etwa in †Ruvina Vaduz, ferner in †Rufina Maienfeld, in Irafina Gams, in Refilis und Refina, beide Wartau, in †Rafina und †Rafinagalfa, beide Grabs; es ist als Zweitglied ferner erhalten in Gamslafina Balzers (aus artr. */camps rovina/ 'Schlipfböden', wohin ebenso wohl Gamperfin Grabs gehört). - Durch den (häufig vorkommenden) Verlust der Anlautsilbe konnte aus /(ro) vna/ eine Rumpfform */vna/ bzw. */fna/ entstehen: hierher ist unser Fina, vielleicht auch Finne Balzers, zu stellen. Der Namentyp Fina ist sehr häufig in Unterrätien; siehe etwa †Fina Wartau, Fina Sevelen, Fina Frastanz, Finahalda Göfis.

rovina