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Fenkeri  (Schaan)
445 m; 755,9 - 227,65 2-K

f̀“¾̅k¼r— (p- / —p- / —r ~ / fœr ~)
Ebenes Ackerland, vereinzelt Wiesen, nordwestlich des Dorfes, im Gebiet Meder.

Historische Belege
1482 Femkeren (SchäZ 13; fol. 10b): "Sebastian Blenckhi von Schan Zinst Ab seinnen Anderthalb manmad wissen Auff den ~ ..."
~1510 fenchren (LUB I/4; S. 289): "mad wisan vff den ~ gelegen ..."
1616 fenckhern (SchäUrb 117; fol. 19a): "Jacob Plenckhe von Schan Zinset Ab seinem anderthalben Manmad Wisen auf den ~ ..."
1634 Fenckheren wisen (GAS U 11; Z 5f.): "... f die ~ ..."
1634 Fenkhern Wiesen (RA 30/1/52; fol. 2v, Z 19): "Aús erhaischender Nottdúrft ist solcher Markstein von dem Rhein Porth ... hinter sich ... und aúf die ~ gesetzt worden ..."
1664 Fenckhern (PfAS Urb 1664; fol. 28v, Z 3): "Sjluester Haßlers sel. Erben zúe Nendlen zinsen der Caplaneý zúe Schan, ab ... gúet aúf den ~ stost ... Reinwerts an Giessen ..."
1672 fänckheren (GAS U 35; fol. 1b): "... bergwerts an das Schaner Ried ~ ..."
1684 Fenckhern (AS 1/2; fol. 154v, Z 18): "Margreth Öhri sagt ... es habe ainer ihme ain fúeder hë ab oder aúf den ~ gestolen ain Langer Mann in der Speckhe gewesen ..."
1692 Fenkher (AS 2/1; fol. 123r, Z 20): "... Hew Wax aúf dem ~ genandt ..."
1693 Fenckern (PfAS Urb 1693; I fol. 17r, Z 15): "... ain stúckh wis aúfwerts den ~ ... abwerts ahn das Früemessgúeth ..."
1706* Fenckheren (PfAS Urb 1706; fol. 80r, Z 6): "... Wiß aúf der ~ stost aúfwert an Boffel Zaún ..."
1719 Fenckheren (AS 2/4; fol. 42r, Z 27): "Ein stúckhle etzies Riedt aúff der ~ das Pfaffen Madt."
1719 Fenckhere Mattle (AS 2/4; fol. 41r, Z 6-7): "... das ~"
1729 Fenckhen (AS 2/3; fol. 123r, Z 6): "... ein Stückhle aúf der ~ ..."
1803 Fenkern (PfAS Rodel 1803; fol. 4v, Z 11): "Johannes Hiltý ... aûf ~ ..."

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 37: Fenkeren, Finke [uf t¼r f̀“¾k¼ra].
Frick 1962, 125-130: Fenkera. Zu Fengga 'wilde Leute'? Nein, in Liechtenstein ist diese Bezeichnung nicht geläufig. Fenk = Fennich < lat. PANICUM 'Hirse, Heidekorn'.
Broggi 1978, 239: Fenkera. 'Hühnerhirse (Panicum crus galli)'.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Die Verknüpfungsversuche mit vigna f. 'Weinberg' sind angesichts des Realbefundes abzulehnen.

Deutung
Fem. Ableitung auf -ere( n) zu abgegangenem dt. Fenk m. 'Hirse' in der Bedeutung 'Ort, wo Hirse angebaut wird'. Der Namentypus ist vor allem in Vorarlberg verbreitet: Fenkera Altach, Fenkera Götzis, Fenkern Mäder, Fenkera Klaus, Fenkera Rankweil, Fenkern Hittisau, †Femckernwisen Buchs, †Fenkern Sennwald. Auffällig ist bei uns die Umbildung in der Endung (Fenkeren > Fenkeri): sie ist nach Ausweis der Belege jung und eine Folge von semantischer Verdunkelung.

Fenk