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Faiola  (Schaan)


Unbekannt. Die Flur ist aufgrund des Belegkontexts in der Ackerbauzone zu situieren; ein Zusammenhang mit dem steilen Waldhang namens Fanola entfällt damit offensichtlich.

Historische Belege
~1510 vàyola (LUB I/4; S. 281): "stuck genannt ~, stost an ain fûrhopt an das ṙabveld, am andren fûrhopt an ..."

Wertung der historischen Belege
Das inlautende palatale Element /-›-/ könnte auf älteres /--/ oder /-º-/ hinweisen: also /fa̀ola/ (bzw. rtr. /va̀ola/) oder /faº̀ola/ (bzw. rtr. /vaº̀ola/)?

Bisherige Deutungen
Büchel 1906, 64: Vajola. 'Kleines Tälchen'.
Nipp 1911, 77: †Vayola, †Vayela: Nicht deutbar, unsicher. Wohl Verschrieb für Fanola.
Ospelt 1911, 36: †Vajola (urk. 1517). Wahrscheinlich zu Fanola gehörig.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Eine Verbindung mit Fanola ist aufgrund der allzu unterschiedlichen Realverhältnisse abzulehnen.

Deutung
Vielleicht artr. vignola f. 'kleiner Weinberg', Diminutiv zu vigna f.

vigna