Alle Gemeinden Balzers Triesen Triesenberg Vaduz Schaan Planken
Eschen Mauren Gamprin Schellenberg Ruggell  
Namensuche      Liste
Spezadengla  (Triesen)
470 m; 758,5 -219,9 5-S

̜sṕ“ts½d̀“̂¾l½ (t- / —t- / —r ~ / fœr ~)
Wiesen und Häuser in der Halda, zwischen Hans Marti und Haldensteiner.

Historische Belege
1456 spitzendengen (U 1; Z 5): "... gelegen in trisner kilspel an ~ ..."
1456 Spitzendengen (U 1): "... fornna z an ~ vnd z der andren sitten an den rain gat In den grund vnd sust allenthalben an die waid"
1536 spizen dengen (GAT U 23; Z 41): "... von dem Marckhstain In ~ biss In den phal, der vnderhalb demselben Newen wr geschlagen ist ..."
1666* Spiz vnd Engl (PfAT Urb 5; S. 5, Z 6): "... gúet zú Trisen, die ~ genant, stoßt Rein- vnd abw[ärts] an dz Hampfland, berg[wärts] an dz Halden Gäßlý, aúfw[ärts] an die Súrbünt."
1735 Spitze Denglen (AS 2/7; fol. 71r, Z 30): "stúck in der ~ mit sambt den Weingahrten"
1746 Spitzadengell (RA 44-19; fol. 1r, Z 22): "... in der ~ ein stückhle (Heú Gúth)."
1777 Spitzadengla (GAT Buch 24; S. 19, Z 21): "... 1 stúkh Heü wax in der ~ ..."
1782 Spitzadengla (AS 2/18; fol. I 1v, 4. Sp. Z 10-11): "... Stuck in ~ [stösst] ... Rheinwerts [an das] Aeúle ..."

Wertung der historischen Belege
Der heutigen Form auf /-d̀e̠¾l½/ könnte ein älterer Wortausgang /-d̀e̠¾½/ vorausgehen, wie die Belege des 15. und 16. Jhs. nahelegen. Daraus ist zu erschliessen, beim /-l-/ handle es sich um einen unetymologischen Einschub. Diese Annahme wird weiter gestärkt durch den Vergleich unseres Namens mit dem Fall Gadengla Vandans, der etymologisch anders zu bewerten sein mag (vielleicht rtr. ganda f. 'Geröllhalde', abgeleitet auf -INEA?), zu dem aber auch urkundliche Formen ohne /-l-/ vorhanden sind: 1480 gudaynen, 1533 gandainen, 1540 Gudeinen, usw. Die Frage des -l- kann also vernachlässigt werden; wir sehen hier aber weiter auch, dass (gleich wie bei rtr. vigna f. 'Weinberg', woraus Finga Triesen) der Velar /-¾-/ sekundär aus einem ursprünglichen Palatal /--/ entstanden sein kann. Es kann also für Spezadengla eine ältere Form /̜spitsad̀e¾a/ (oder /̜spitsad¾a/?) angenommen werden; das /-“-/ der ersten (und vielleicht der dritten) Silbe kann leicht durch mundartliche Senkung aus ursprünglichem /-i-/ hervorgegangen sein. Die Form macht allerdings auch so noch einen verballhornten Eindruck; namentlich im Bereich des anlautenden /̜spits/, vielleicht auch hinter dem -d-, sind noch weitere Entstellungen zu vermuten.

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 103: Spitzentengla [i ̜sṕ“tsat̀“¾la].
Seli 1912, 105: Spizadengla.
Nipp 1924, 102: Spizadengla. Romanisch.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Eine Entwicklung mhd. /ie/ > mda. /̠‹/ wäre nicht lautgerecht; letzteres setzt mhd. /̠‹/ voraus.

Deutung
Die Örtlichkeit befindet sich im Bereich der Triesner Weinberge (südlich beim Haldensteiner); man vergleiche auch im Beleg 1735 den Kontext ("stúck in der Spitze Denglen mit sambt den Wein gahrten"). Daher erscheint es plausibel, rtr. vigna f. im Namen zu vermuten. So ergibt sich ein rätoromanischer Bestimmungsteil */-d'vigna/, zu dem nun noch das vorausgehende Grundwort zu suchen ist. Dieses könnte plausibel in rtr. pezza f. 'Grundstück, Parzelle' gesehen werden: artr. /pezza d'vigna/ 'Rebparzelle'. Das anlautende Sp- wird später auf dt. Spitz m. abgelenkt worden sein, ähnlich etwa wie †Spitzagud Balzers; der konsonantische Nexus /-d'v-/ wurde nach dem Sprachwechsel zum einfachen Dental /-d-/ reduziert. Ähnlich vermutet Stricker 1974, 189 in Munteschin Grabs ein artr. munt ( d') vaschin 'Burgerberg', das dieselbe Lautverschiebung voraussetzt.

pezza
vigna
Säga (T)
Sägagass (T)
Sägastrasse (T)
Sägaweier (T)
Sägenbach (T)
Salzstein (T)
Saminajoch (T)
Sand (T)
Sandbüchel (T)
Sandgrub (T)
Sandhüslerwe...
Sandhüsli (T)
Sandteil (T)
Sandweg (T)
Säss1 (T)
Säss2 (T)
Säss3 (T)
Säss, intern...
Sässli1 (T)
Sässli2 (T)
Sässli3 (T)
Sattel1 (T)
Sattel2 (T)
Sattel3 (T)
Sattel, hint...
Sattel, ober...
Saujol (T)
Sauloch (T)
Saurbirbom (T)
Saurbrunnen (T)
Saustech (T)
Sautobel (T)
Sauzipfel (T)
Sax (T)
Sax, ober - (T)
Sax, under - (T)
Saxegg (T)
Saxweg (T)
Saxwite (T)
Schafboden (T)
Schafegg (T)
Schafläger (T)
Schäfle (T)
Schafrütti (T)
Schafskopf (T)
Schaluner (T)
Schampletzen...
Schelmaplatz (T)
Scherris (T)
Scherrisböch...
Scherrisegg (T)
Scherrisloch (T)
Scherriswald (T)
Scherriswes (T)
Schindelholz...
Schinderbüch...
Schinderplat...
Schissera (T)
Schleiz (T)
Schliessa (T)
Schliessadam...
Schliessaweg (T)
Schmalzböche...
Schmalzboda (T)
Schmalztöbil...
Schmalzzögli (T)
Schmed Spren...
Schmedagass (T)
Schmedateil (T)
Schmedateilh...
Schmedaweg (T)
Schmedawölfl...
Schmiten (T)
Schmitten Ec...
Schmogglerwe...
Schneeflocht (T)
Schneeflocht...
Schneeflöcht...
Schneeflocht...
Schneetäli (T)
Schneggarütt1...
Schneggarütt2...
Schröfle (T)
Schröflin (T)
Schröterhött...
Schulers Bau...
Schurtins Wi...
Schwarz Röfi (T)
Schwarz Wand (T)
Schwarza Gan...
Schwarzabong...
Schwarzen Pl...
Schwarzhorn (T)
Schwarzköpfl...
Schwarztobel (T)
Schwefel Mei...
Schwefelhof (T)
Seilerkopf (T)
Seilers Höbe...
Seilerzog (T)
Sepp Fegers ...
Sepp Nägili ...
Seveler Demm...
Sonne (T)
Spezadengla (T)
Spitz (T)
Sprengerstei...
Sprötzahüsli (T)
St. Mamerta (T)
St. Mamertap...
St. Mamertaw...
St. Mamertaw...
St. Wolfgang (T)
St. Wolfgang...
St. Wolfgang...
Stampf, beim...
Stampfböchel (T)
Stapfa (T)
Stapfenacker (T)
Stapfenreute (T)
Staudenau (T)
Steckenacker (T)
Stega, bir - (T)
Stein, auf d...
Stein, i da ...
Stein, neben...
Stein, under...
Steinbödili (T)
Steinbroch (T)
Steinbröchli (T)
Steinbüntli (T)
Steinwiesle (T)
Steinwitele (T)
Stellböda (T)
Stellboda, o...
Stellböda, u...
Stelze (T)
Stelzen Acke...
Stend, bi da...
Sternen (T)
Stich (T)
Stöck (T)
Stofel (T)
Stöfili1 (T)
Stöfili2 (T)
Storchelkopf (T)
Stotzighalda (T)
Strasse (T)
Strasse, an ...
Stuffen Egg (T)
Stützli (T)
Sünäschen (T)
Sunnaberg (T)
Sunnaböchel (T)
Sunnabünt (T)
Sunnaplatz (T)
Surböm, bi d...
Surbünt (T)