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Scherris  (Triesen)
840 - 1200 m; 760,0 - 218,0 6/7-T/U

̜s̀‰r—s, auch t̜s̀‰r—s (~ / g— ~ / t¹- / fœ ~)
Wald und Wiesen unter Maschera.

Historische Belege
1497 Scherriss (GAT U (1584); fol. 2b): "... diss halb ~ in das Tobel da der fall ist ..."
1663 Schär-Riß (PfAT Urb 1; S. 48b, Z 3): "Thoma Lampart am Wagnerberg ... sein gúet in ~ ..."
1666* Schär-Riß (PfAT Urb 5; S. 5, Z 19): "... sein stúkh gúet im ~ gelegen, stosst vf- vnd bergwert an der Trisner allgmeindt ..."
1719 Schäris (AS 2/4; fol. 74r, Z 10): "Ein stückhle in ~ ..."
1724 Tscheres (AS 2/5; fol. 74v, Z 19): "Item ein Stúck Mägere in ~ ..."
1725 Scheriß (AS 2/5; fol. 101v, Z 17): "... ein fünfften Theil in ~ ..."
1759 Tscheris (GAT 5-1-3; fol. 1r, Z 9): "... ein Stúckh Gúth in ~ ..."

Wertung der historischen Belege
Die vereinzelt und spät auftretende Affrikate /t̜s-/ im Anlaut scheint für die Deutung unerheblich.

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 97: Scherris [t̜s̀‰r—s].
Nipp 1911, 80: Tscheris. MACERIA 'Steinmauer, Trockenmauer, Gebäulichkeit'? Vgl. frz. maisíere, hieher wohl Maschera.
Seli 1912, 106: Scheris.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Nipp ist auf der richtigen Spur.

Deutung
Aus artr. *masch( i) era f. 'Mauer, Gemäuer'. Dieses lebt im gesprochenen Rätoromanischen nicht weiter; es findet sich vereinzelt in einem bündnerischen Geländenamen (Sut Mischieras Vuorz), und zweifellos hat es sich auch in unserem Maschera sowie in Scherris erhalten. Vermutlich geht die Bezeichnung primär vom Gebiet der flacheren Waldwiese Scherriswes aus: hier ist die einstmalige Errichtung von Mauern oder gemauerten Gebäuden aufgrund der verhältnismässig günstigen Nutzungsverhältnisse am wahrscheinlichsten; in diesem Gelände wird es zunächst */m½̜s( i) er½( s)/ 'bei dem (den) Gemäuer(n)' geheissen haben. Die benachbarten Gebiete Scherrisböchel, Scherris, Scherriswald sowie das über dem Scherriswald gelegene Maschera werden ursprünglich alle zu diesem Namengebiet gezählt worden sein. Nach der Verdeutschung ergab sich eine erste Aufgliederung der Bezeichnung (und damit des Gebiets) durch die Bildung einer Kurz- oder Rumpfform Scherris (aus dem Plural */m½̜s[i]er½s/ durch Abfall der unbetonten Anlautsilbe /ma-/ > */-̜s̀er½s/ > Scherris); weitere Differenzierungen ergaben sich durch die Verbindung mit dt. Wald und Böchel. Die romanische Vollform */ma̜s[i]er½/ (im Sg.) blieb im obersten Bereich als Maschera erhalten.

masch(i)era
Säga (T)
Sägagass (T)
Sägastrasse (T)
Sägaweier (T)
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Sand (T)
Sandbüchel (T)
Sandgrub (T)
Sandhüslerwe...
Sandhüsli (T)
Sandteil (T)
Sandweg (T)
Säss1 (T)
Säss2 (T)
Säss3 (T)
Säss, intern...
Sässli1 (T)
Sässli2 (T)
Sässli3 (T)
Sattel1 (T)
Sattel2 (T)
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Schneeflocht...
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