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Prade  (Triesen)


Unbekannt. Nicht lokalisierbar.

Historische Belege
1269-1270 prade (LUB I/5; S. 193): "Redditus intrisun ... In ~ .1. mut ṁal ..."

Wertung des historischen Belegs
Das auslautende -e des frühen Belegs (~1270) ist nicht sicher zu beurteilen. Vermutlich darf man von einer gesprochenen Form /pr̀ad½/ ausgehen.

Deutung
Artr. prada f. 'Wiesland', kollektiv zu rtr. pra (E), prau (S) m. 'Wiese'. Der Namentyp tritt in Graubünden häufig auf (11 mal allein in Deutschbünden). Dabei scheint die kollektive Bedeutung (auch im Rätoromanischen) teils verwischt worden zu sein, wie die erneute Pluralbildung Pradas für Maiensässe in Schlans und Lumbrein bezeugt (vgl. Camenisch 1962, 104). Im Unterschied zu Prad Balzers (heute /pr̀¡d/) unterblieb hier durch das frühe Aussterben des Namens eine Weiterentwicklung unter deutschem Einfluss. Der Name steht damit auf derselben (noch rein romanischen) Entwicklungsstufe wie etwa Prada Wartau, einer relativ spät verdeutschten Zone.

pra(u)