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Münz  (Triesen)
1100 m; 759,6 - 216,9 6-V

m̮¥nts (̌p- / ¥f̌p- / ¥f (d¼r) ~ / fœ ~)
Wald und Weiden am Weg nach Lawena, zwischen Magrüel und Platta.

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 78, 131: Münz [uf t¼r m̮¥nts].
Nipp 1911, 28: Münz [uf tr m̮¥nts]. Kaum dt. Münze 'Geld, Prägeanstalt'. MONTES ist schwierig wegen dem ü.
Seli 1912, 108: Münz.
Nipp 1924, 102, 105: Münz.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Der Ansatz von Frick 1979 ist abzulehnen. Mhd. mocke m. 'Klumpen' ergibt in der Mundart von Triesen [m¡k¼]. Zudem ist dieses Wort nicht typisch; es heisst dafür meist Brocken (vgl. Jutz 2, 436). Ebenso abzulehnen sind Mungg m. 'Murmeltier' (fehlt bei Jutz!) und Mogga f. 'Mücke'.

Deutung
Vermutlich zum Pflanzennamen Münz f. 'Münze, Minze'. Aufgrund von Höhenlage und Verbreitung kommen namentlich in Frage 'Ackerminze (Mentha arvensis L.)', 'Gebüschminze (Mentha aquatica x longifolia)', 'Rossminze (Mentha longifolia)', 'Rundblättrige Minze (Mentha suaveolens)'. Vgl. Seitter 1979, 584f.; Flora Helvetica 888ff.; Id. 4, 349.

Münz