Alle Gemeinden Balzers Triesen Triesenberg Vaduz Schaan Planken
Eschen Mauren Gamprin Schellenberg Ruggell  
Namensuche      Liste
Müemeler, beim -  (Triesen)
5-S/T

Unbekannt. Nach Ospelt 1911, 77 im Feld gelegen.

Historische Belege
1733 bèy dem Müemeler (AS 2/7; fol. 43r, Z 7): "... vnser Eigen ackher ~ genandt ..."
1747 bèy Müemeler (PfAT Urb 3; I S. 28, Z 9): "... ein acker an der strasß ~ genant ..."
1756 bèym Müemeler (AS 2/8; fol. 74r, Z 20): "... ein Stuck acker ~ ..."
1777 bey dem Mimmeller (GAT Buch 24; S. 5, Z 15): "... 1 stúkh ~ ..."
1790 bei dem Mühmler (AS 2/18; fol. II 50v, 4. Sp. Z 7): "... 1 Acker ~ ..."

Wertung der historischen Belege
Der Beleg von 1777 mit entrundetem Tonvokal könnte auf einen bajuwarischen Schreiber hinweisen.

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 77: Mümeler, beim - [m̊u¼m¼la] Name einer Birnensorte.
Broggi 1978, 230: Mümeler. Zu Mümela, eine Birnensorte; Mümeler bezeichnet den einzelnen Mümela-Baum.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Der Ansatz von Frick 1979 ist abzulehnen. Mhd. mocke m. 'Klumpen' ergibt in der Mundart von Triesen [m¡k¼]. Zudem ist dieses Wort nicht typisch; es heisst dafür meist Brocken (vgl. Jutz 2, 436). Ebenso abzulehnen sind Mungg m. 'Murmeltier' (fehlt bei Jutz!) und Mogga f. 'Mücke'.

Deutung
'Beim Müemelen-Baum'. Formal ist Müemeler m. Ableitung zu Müemele f., dem Namen einer kleinen, rundlichen Birnensorte. Das Suffix -er kennzeichnet den Baum als Träger der betreffenden Birne (wozu Stricker 1974, 271f.). Siehe auch †Bim Lenkeler.

Müemele