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Moggaschlössli  (Triesen)
1930 m; 761,20 - 213,85 8-Y

ḿœk½̜sl̊¡¹sl— (s ~ / —s ~ / —̂m- / fœ̂m-)
Begraste Rundkuppe in Lawena, im Gebiet Mazora2.

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 131: Mokaschlössle [s mœka̜sl̮¡¹sli].
Seli 1912, 111: Moka-Schlößli.
Frick 1979: Moggaschlössle. Mocka 'grosser Brocken', er steht markant hervor und ragt im Frühjahr als erster aus dem Schnee.
Banzer 1984, 14: Moggaschlössli. Zu mhd. mugge 'Mücke, Fliege' oder zu mda. [m¥¾g] 'Murmeltier'. Herleitung aus mhd. mocke 'Klumpen, Brocken' kommt lautlich nicht in Frage.

Volkstümliches
a) Schlössli sagt man, weil es die Form einer Kuppel hat, und Mogga wird wohl mit Mücken zusammenhängen.
b) Es sollte eigentlich Munggaschlössli, [m̀u¾k½̜sl̋¡¹sl—], heissen, wegen den Mungga ('Murmeltiere').

Besprechung der bisherigen Deutungen
Der Ansatz von Frick 1979 ist abzulehnen. Mhd. mocke m. 'Klumpen' ergibt in der Mundart von Triesen [m¡k¼]. Zudem ist dieses Wort nicht typisch; es heisst dafür meist Brocken (vgl. Jutz 2, 436). Ebenso abzulehnen sind Mungg m. 'Murmeltier' (fehlt bei Jutz!) und Mogga f. 'Mücke'.

Deutung
Zusammensetzung aus dem Familiennamen Mock und Schlössli n., 'Schlösschen', übertragen 'kleiner Felskopf, Erhöhung'. Also 'kleiner Felskopf des Mock', konkret vielleicht 'Hügel, den ein Alphirt namens Mock als Ausguck oder Rastplatz benutzte'. Der Familienname Mock war in Triesen früher gut belegt, so beispielsweise im sogenannten Legerbuch von 1584, wo ein Fridli Mockh in Triesen mit einem Vermögen von 60 Gulden aufgeführt wird. Siehe auch Moggamädle Mauren.

Mock
Schloss