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Finga  (Triesen)
540 m; 759,0 - 219,3 5/6-S

f̀Œ̂¾½ (p- / —p- / —r ~ / fœr ~)
Wohngebiet im Dorf, südlich von St. Mamerta, zwischen Bergstrasse und Blankabongert, leicht abfallend.

Historische Belege
1642* (1666*) Finien (PfAT Urb 1; S. 23, Z 5): "... Ein stúkh gúet die Vnder Halden genant zú Trisen ob der ~ gelegen, stoßt aúfw[ärts] an die Poschga Halden ..."
1683* Vinia (GAT Urb 1672; S. 18, Z 4): "Martin Gasner zúe Trisen ... gúeth an dem Heldelin ob der ~ gelegen ..."
1690* Finen (PfAT Urb 2; S. 18, Z 4): "... Haús vnd Hoffstatt zúe oberist im dorff zúe Trißen gelegen ob der ~."
1719 Finge (AS 2/4; fol. 33r, Z 30): "Ein stúckh baúmgartten in der ~"
1720 Finden (AS 2/4; fol. 133r, Z 2): "... Ein stückhle obswachs in der ~"
1722 Fingen (AS 2/5; fol. 25v, Z 6): "... ein stükhle [Hewwachs] in der ~ ..."
1727 Fingen (AS 2/6; fol. 11v, Z 21): "ain Stúckh baúmbgartten in der ~ ..."
1753 Fingen (RA 36-5; fol. 1r, Z 28): "... ein stúckh Bohm garten in der ~ genanth ..."
1777 Fingen (GAT Buch 24; S. 168, Z 5): "... 1 stúkh in der Jnneren ~ ..."
1777 Fingen (GAT Buch 24; S. 166, Z 7): "... 1 stúkh in der aússeren ~ ..."
1777 Fingen (GAT Buch 24; S. 198, Z 16): "... 1 stúkh in der ~ von dem Joseph Nig ..."
1777 Fingen (GAT Buch 24; S. 128, Z 13): "... 1 stúkh Bomgarten in der Boßgen ob der ~ ..."
1798 Fingen (AS 2/18; fol. II 11v, 4. Sp. Z 16): "... 1 dito (Stuck Heúwachs) in der ~ ..."

Bisherige Deutungen
Nipp 1911, 22: Finga [i dr fi¾½]. VINEA > via > vi̝¾a > fi¾a.
Ospelt 1911, 37: Finga [i d¼r fi¾a].
Seli 1912, 105: Finga.
Nipp 1924, 102: Finga.
Tiefenthaler 1968, 95: Finga. Zu lat. VINEA, rtr. vigna, vegna 'Weinberg'.
Büchel 1980, 17: Finge. 'Infang'.
Vincenz 1983, 248: Finga. Zu lat. VINEA 'Weinberg', rtr. vigna (E), vegna (S).

Besprechung der bisherigen Deutungen
Der Zusammenhang mit artr. rovina f. 'Rüfe' wird erkannt; eine Verbindung mit Finga (VINEA), geschweige denn mit dt. Einfang m. ist freilich abzuweisen (so Büchel 1980, 24).

Deutung
Zu rtr. vigna f. 'Weinberg'. Ursprünglich palatales intervokalisches /--/ des Rätoromanischen wurde nach der Verdeutschung zu /-¾-/ velarisiert; auch die Übernahme von rtr. /v-/ als /f-/ im Alemannischen ist normal. Der Namentyp ist in der Region gut vertreten mit Finga Nenzing, Röns, Düns, Göfis und Wartau, Propfinga Satteins, Fingawerle Schlins, Fingabühel Schlins sowie Fingis Schlins.

vigna