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Branntawinhötta  (Triesen)


*prant½w̓Œḫœt½ (b—r ~)
Unbekannt. Nach Ospelt 1911, 121 in Lawena.

Bisherige Deutungen
Ospelt 1911, 121: Branntweinhütte [bir prantaw̓Œḫœta].
Frick 1976, 42: Branntweinhütte. Im letzten Jahrhundert wurde in unseren Alpen Schnaps aus Beeren des Girigitsch (Eberesche, Vogelbeere) gebrannt.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Nipps Ansätze BUBILE und BOVILE sind zu streichen.

Deutung
'Hütte, in der Branntwein hergestellt wird'. Das Sammeln von Enzianwurzeln, die zur Herstellung von Branntwein bzw. Schnaps verwendet wurden, wurde früher verpachtet. Von solchen Pächtern ist im Jahre 1851 die †Branntawinhötta gebaut worden (vgl. Tschugmell 1970b, 3; Büchel 1988, 434). Laut Aussage eines Gewährsmannes wurden in den Alpen zwar Enzianwurzeln gegraben, jedoch nicht direkt am Ort zu Schnaps verarbeitet. Die †Branntawinhötta könnte somit entgegen Frick 1976 nicht die Hütte sein, in der Branntwein hergestellt wird, sondern die Unterkunft für die Enziansammler.

brennen
Wein
Hütte