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Hälos  (Balzers)
470 m; 757,65 - 216,75 4-V

h̀Šl̠œs (d¼r ~ / šn ~ / šm ~ / fœm ~)
Wiesen an der Gemeindegrenze zu Triesen, beidseits der Landstrasse. Grenzt an den Triesner Hälos.

Historische Belege
1786 Heiloß (GAT 7-2-11; fol. 1v, Z 6): "... in dem sogenanten ~ ..."
1808 Heilos (GAB 5'200-S10; Nr. 50): "im ~"

Bisherige Nennung
Ospelt 1911, 54: Heilloß, Heilos [im h̀Šl̠œs].

Deutung
Es handelt sich wohl um einen Scherznamen zum Adjektiv heillos 'ohne Heil, elend', der hier etwa als 'elendes, minderwertiges Gebiet' zu verstehen ist. Sarkastische Namen, die auf schlechte Beschaffenheit einer Örtlichkeit hinweisen, sind nicht selten. In Triesen findet sich etwa †Gibisnüt (siehe dort), in Malans und Jenins Gibisnix, in Wartau Gibmernix, in Grüsch eine Flur Hungerschtod und in Chur ein Ruggabreher. Auch in Vorarlberg gibt es ähnlich drastische Bildungen, so in Mittelberg eine Flur Elend, in Schwarzenberg ein Pfefferland, in Buch das Fegfeuer, in Feldkirch den Hungerleider sowie in Nüziders eine Hungersterbe.

heillos