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Frescha  (Balzers)
11/12-O/P

*fr̀‰̜s½, fr̀‰¹̜s½
Unbekannt. Nach Nipp 1911, 24 und Ospelt 1911, 138 auf Guschgfiel gelegen und von den Frastanzern so genannt, während die Balzner Älpler †Stralegg2 sagen sollen.

Bisherige Deutungen
Nipp 1911, 24: [fr̀‰¹̜s½]. Wie Frassen Triesen zu FRAXINUS.
Ospelt 1911, 138: Strahleck [fr̀‰̜sa].

Besprechung der bisherigen Deutungen
Kaum mit Frick 1958 'frei von Einschränkungen', also 'Berghang, der frei und uneingeschränkt genutzt werden darf'.

Deutung
Der Namentyp ist ungeklärt. Er enthält ein vorromanisches Reliktwort, das über fast ganz Vorarlberg als Appellativ Fräsche m./f. (gesprochen als /fr̀‰̜z½/, /fr̀‰z½/ u. ä.) und sehr zahlreich als Geländename, zumeist im Gebirge, verbreitet ist. Dessen Bedeutung wird teils mit 'begraster Lawinenstrich', teils mit 'sehr steile Grashalde, z. B. auf Alpen, Bergmähdern' angegeben. Wir treffen das Wort vereinzelt auch im Werdenberg (Fräs Grabs) und Prättigau (Fräscha Seewis). Ob auch unsere Geländenamen †Fräscher Ruggell und Freschböchel Schellenberg hiehergehören, ist dagegen unwahrscheinlich, da dort die Örtlichkeiten nicht die für das Namenwort typische Höhenlage aufweisen.

Fräsche