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Artils  (Balzers)


Unbekannt. Nach Büchel 1914, 20 zu den Gutenberggütern gehörend, jedoch nicht lokalisierbar.

Historische Belege
1474 Artilss (PAW U 1; Z 11): "Jtem ain juchart ackers ze den nusbawmen in ~, stosst oben an die landstrass, zu dreyen seyten an der vorgenannten Burg Gtt."

Bisherige Deutungen
Büchel 1914, 20: Artils. Romanisch.
Ospelt 1920, 67: Artils.

Besprechung der bisherigen Deutungen
Nipps *CASINALE bzw. -NALIU (zu CASA 'Haus') ist so in Graubünden nirgends belegt (RN 2, 83). Der Ansatz it. cascina 'Hütte' + -ALE, also */k½̜siǹal/ (so Stricker 1976, 152, N. 12 Nr. 175) ergäbe problemlos /k½̜sǹal/, jedoch beschränkt sich der Typ praktisch auf Italienischbünden, was ihn für uns unwahrscheinlich macht.

Deutung
Infolge des Fehlens näherer und verlässlicher Angaben ist keine sichere Erklärung möglich. Die vorliegende Form würde lautlich passen zu rtr. artugl m. 'Fingerknöchel, -gelenk, -glied'. Als toponymisches Appellativ heisst artogl in Mittelbünden (SursÇes) 'kleiner Höcker, Felskopf'. Der Fall muss offengelassen werden.

artugl