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Tobel
  val

OL t̀œbÆ, UL t̓œbÆ
n., 'enge, steile (Wald-)Schlucht, gewöhnlich von einem Bach durchflossen' (Jutz 1, 573f.; Id. 12, 116ff.; Zinsli 1946, 315; siehe auch VALTS 4, 31).

Ahd. *tobal, tubil, mhd. tobel m. (!) 'wildes, enges, unwegsames, meist von einem Bach durchflossenes Tal mit steilen Hängen; Waldtal, Schlucht, tiefer Einschnitt, Rinne in einem Hang'. Die Herkunft des Wortes ist ungesichert (Id. 12, 116ff.; Zinsli 1946, 315; Sonderegger 1958, 89-91; Steiner 1972, 122); heute meist als vorröm. bzw. rom. Entlehnung *tuvale zu lat. TUBUS 'Röhre' betrachtet. Das auch im schwäbisch-bairischen Raum verbreitete Wort ist in der Schweiz als Appellativ und Name auf die östliche Landeshälfte beschränkt und in die walserdeutschen Zonen erst sekundär eingedrungen (Zinsli 1984, 586). Weniger tiefe und enge Geländeeinschnitte ohne Bachlauf werden oft Schluecht f. genannt (siehe dort).


Dieses Wort kommt in folgenden Namen vor: 

 Allein
 Abgeleitet
 Nominal verbunden