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rössen

ȑœ¹s½
v. intr./tr. 'Hanf in die Wässergrube legen, um ihn mürbe werden zu lassen, rösten, wässern' (Jutz 2, 760; Id. 6, 1410f.).

Ahd. r̠oz̠en, rozz̠en, mhd. roezen, r̠ozen, rozzen 'faulen'.
Vorbemerkung: Eine klare Trennung von Ros f. 'Hanfröste', nhd. Rose f. und mda. Ross n. 'Pferd' ist bei den Namen nicht immer möglich.
Ausser dem Verbalstamm rötz- erscheint in unseren Flurnamen auch das Nomen Ros, Rötz f. 'Hanfröste; ca. 30 cm tiefe Wassergrube, in die die Hanf-, Flachsstengel etwa eine Woche lang gelegt werden, damit nachher die Faser leicht abgelöst werden kann', überhaupt 'kleiner Tümpel, Pfütze'; auch 'Grube mit durchfliessendem Wasser, in die man die hölzernen Brunnenleitungsröhren legt, um sie vor Holzwürmern zu schützen', ferner 'Mistlagerstätte mit dem umgebenden Jauchetümpel' (vgl. Jutz 2, 759; Id. 6, 1407ff.). Es kommen auch vor: Rössi und Rosa, das Diminutiv Rösle und die -er-Ableitung Röser.

Dieses Wort kommt in folgenden Namen vor: 

 Allein
 Abgeleitet
 Nominal verbunden