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Rhein
  Rin

r̠Œ
m., Flussname. Die Teilstrecke des Alpenrheins von Balzers (Wuerköpfle) bis Ruggell (Bangserfeld) bildet auf der ganzen Länge des Landes die natürliche Grenze zur Schweiz (Kanton St. Gallen).

Der Name des Flusses Rhein findet sich erstmals bei Pytheas von Massilia im 4. vorchristlichen Jahrhundert als Rh̠enos. In ihm lebt ein idg. *REINOS 'Fluss, Strom' weiter, und zwar in keltischer Lautform, denn das Keltische hat idg. -EI- zu -̂E- weiterentwickelt. - Im Rätoromanischen hat sich der Flussname (für den eine «lateinische» Ausgangsform RĤENUS zu postulieren wäre) zu Rein (S), Ragn (C) entwickelt, also mit normaler Diphthongierung von ̂E > /̀e›/, /̀a›/ (vgl. Lutta 1923, § 48). - Siehe aber auch unten die rtr. toponomastische Nebenform Rin. - Unser alem.-mda. R̠‹ geht auf ahd. r̠‹n zurück, das die germanische Entwicklung von idg. -EI- zu /-̅I-/ zeigt; das hochdt. Rhein ist seinerseits aus ahd. r̠‹n (durch neuhochdt. Diphthongierung) hervorgegangen (vgl. F. Lochner von Hüttenbach in Namenforschung 2, 1695; ferner Hammer 1973, 66). - Eine lautliche Parallele bei der Namenentwicklung im Romanischen und im Alemannischen bietet etwa der vorröm. Namentyp *BL̂ESE 'steile Grashalde', der als Reliktwort im Rtr. und im Alem. ebenfalls die beiden ei/i-Typen (rtr.) bleis f. und (alem.) blis- ergab (siehe oben s. v. bleis).


Dieses Wort kommt in folgenden Namen vor: 

 Allein
 Nominal verbunden