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Rätier

r̓‰ts—¼r, r̓‰t¼r
m. pl., 'Räter; die Bewohner Rätiens'. Vgl. dtv-Lexikon 15, 53 und 54.

Zur Herkunft des Völkernamens sei hier zitiert, was RN 2, 810 dazu schreibt: "Die Herkunft des Völkernamens Raeti und des Landnamens Raetia ist umstritten. Die lat. Schriftsteller brauchten Raeti als Bezeichnung für Völkerschaften, die am Südfuss der Alpen sassen. Erst im 2. Jh. n. Chr. wurde der Name auf alle Völker der römischen Provinz Raetia ausgedehnt [...]. - Sowohl Plinius (aus Como) als Livius (aus Padova) betrachten die Räter als durch die Gallier aus der Poebene vertriebene Etrusker. Battisti [...] räumt eine starke etruskische Infiltration des Nonsberg und der Bozener Gegend ein, betrachtet aber die Räter als praeetruskische Bewohner dieser Gebiete. Damit würde eine Erklärung des Namens Raeti aus dem Etruskischen trotz der Existenz eines PN Raetius in Etrurien [...] ausser Betracht fallen. Hans Krahe [...] vermutet zögernd illyrische Herkunft. Robert von Planta [...] dagegen erklärt «den Raeternamen aus dem ligurischen Stammesnamen Raei, wozu sich Raeti verhält wie Veneti zu Veni»".


Dieses Wort kommt in folgenden Namen vor: 

 Nominal verbunden