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ober(er)
  soura

OL ̀œb¼r, UL ̓œb¼r
adj., 'der (die, das) oberhalb gelegene' (Jutz 2, 580f.; Id. 1, 51).

Ahd. obaro, mhd. ober. Komparativbildung zu nhd. ob 'oberhalb' (vgl. Kluge 1989, 511).
Vorbemerkung: Die Richtungsangaben (vorder, hinter, unter, ober, äusser, inner) folgen grundsätzlich in jeder Siedlung einem besonderen, durch deren Lage für sie typischen Orientierungssystem. Dieses kann sich definieren über verschiedene Perspektivmöglichkeiten, die vorgegeben sind etwa durch die Orographie (Richtung des fliessenden Wassers), die Geländegestalt (Ebene, Tal, Einschnitt, Hangfläche, Hügel, Berg usw.), die Siedlungsstruktur (Zentrum-Peripherie), die Besonnung (Sonnenseite-Schattenseite), die vorhandenen Verkehrs- und Handelswege (Marktzentren), die kirchenhistorische Raumbildung (Bistums- und Diakonatsgrenzen). Eine schematische Aussage etwa zur Frage, was 'hinten' oder 'vorn' sei, lässt sich demnach nicht generell machen, sondern hat sich immer nach dem besonderen Ortsgebrauch zu richten.
In Flurnamen qualifiziert das Wort höher gelegene Örtlichkeiten, meist als Gegensatz zu einem unteren Teilgebiet. Dies gilt bei uns sowohl für Örtlichkeiten im Talgebiet, das von Süden nach Norden sanft und unmerklich abfällt (vgl. Oberland vs. Unterland), als auch für alle Hanglagen, wo die höher gelegenen Örtlichkeiten offensichtlich erkennbar sind.

Dieses Wort kommt in folgenden Namen vor: 

 Nominal verbunden