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Keib

̅k̀Š›b; älter auch ̅k̠‹b
m., 1. eigtl. 'Aas, krankes Vieh'; fig. 'widerspenstiges, schlaues Tier'; 2. (von Menschen) teils halb anerkennend 'schlauer, geriebener Bursche; tüchtiger Kerl; Schlingel'; als Schimpfwort 'widerspenstiger, boshafter Mensch'; 3. (sachlich) 'verwünschter Zustand, schwierige Tätigkeit'; 4. 'Grab-, Gerichtsstätte, Schindanger'. Vgl. Jutz 2, 51f.; Id. 3, 100ff.

Mhd. keibe m. 'Leichnam; Aas; Verbrecher, der den Galgen verdient hat'. Nach Id. 3, 103 geht das Wort ohne Zweifel auf die Grundbedeutung des Verbs k̠‹ben 'nagen, zehren' zurück und bedeutet zuerst 'die nagende, zehrende Krankheit' und dann 'das von der Krankheit oder (nachdem es tot gefallen und weggeworfen worden ist) von Raubtieren oder Insekten verzehrte Tier'. Für Kluge 1989, 365 ist die Herkunft des Wortes ungeklärt.


Dieses Wort kommt in folgenden Namen vor: 

 Nominal verbunden