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Kämme

/¿̀Š̂m½/
f., 1. 'hufeisenförmig gebogener, mit einem Querstab geschlossener, hölzerner Halsreif für Kleinvieh, Schafe und Ziegen zum Anbinden im Stall oder zum Führen'; 2. 'Halsjoch; Halsgabel, bestehend aus drei zusammengebundenen, ausragenden Stäben, die das Durchschlüpfen von Ziegen und Schafen durch Zäune verhindern sollen'. Vgl. Jutz 2, 13; Id. 3, 299.

Die Etymologie (und damit eine Zugehörigkeit zu nhd. Kamm m.) ist umstritten (vgl. Jutz und Id. loc. cit.). Die Triesenberger Mundart kennt das Wort in der diminutiven Form Chämmi n. 'Halsreif für Ziegen' und als Kompositum Veechämmi n. 'Viehhalsband' (vgl. Eberle 1990, 65). In den Talmundarten (bes. Balzers) ist es weiter erhalten in Gitzikamm m., der Bezeichnung eines Gebäcks in der Form eines Holzjochs (vgl. Jutz 1, 1190).
In Flurnamen scheint von einer auf die Geländeform übertragenen Bedeutung auszugehen zu sein.


Dieses Wort kommt in folgenden Namen vor: 

 Allein
 Nominal verbunden