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Guggernüll

/ḱuk¼rn̊u̡l/
m., 'Bergkopf' (Zinsli 1946, 322).

Wals. Guggernüll m. und schwd. Guggernell n. 'Dachfenster, kleines Fenster auf dem Estrich', 'Dachstübchen, kleines Gemach, verborgener Winkel, Erker' (Id. 2, 190), sind eigentlich Gugg-Grenell 'Seh-Lücke', zu alem. guggen 'Ausschau halten' und afrz. cr̀enel, frz. cr̀eneau m. 'Zinne, Schiessscharte, Auszackung'.

In BENB I/2, 137 (s. v. Guggernäll) wird volksetym. Umdeutung von Gugger-nüll erwogen für entlegene, steinige Orte im Gebirge im Anschluss an Gugger m. 'Kuckuck, Teufel' (s. d.) und Nollen m./f. (s. d.), dim. auch Nülli n. 'runder (felsiger) Vorsprung' (Id. 4, 716); vgl. in Davos den Flurnamen lli (Laely-Meyer 1990, 205). Eine primäre Bildung Guggernülli aus mda. Gugger und Nülli ist allerdings nicht anzunehmen; vielmehr lässt die Einheitlichkeit der Form darauf schliessen, dass die Walser den toponymischen Begriff mitgebracht haben. Weiteres Vorkommen des Namentyps in den benachbarten Walsertälern Graubündens und Vorarlbergs: Guggernellgrat Arosa, Guggernel Maienfeld, Güggernüll Medels i. R., Guggernüll Safien (RN 2, 422). Der Name ist in der Schweiz allerdings auch weiter verbreitet, vgl. Zinsli 1963, 324f.

Dieses Wort kommt in folgenden Namen vor: 

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