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Gatter

Å̀at¼r
m., 1. 'Gittertüre aus Latten, Brettern, Drahtgeflecht, in Feld-, Garten-, Alp- und anderen Zäunen'; 2. 'Gestell vorne und hinten an der Ladebrücke des Heuwagens, das der Ladung Halt gibt'; 3. als Bestandteil der mechanischen Säge: 'Rahmen, in den die Sägeblätter eingespannt sind'; 4. 'vergitterte Kiste für die Hühner; Geflecht als Einfriedung des Hühnerhofes'. Vgl. Jutz 1, 1066f; Id 2, 495; Wahrig 1986, 521.

Ahd. gataro, mhd. gater m./n.

Unsere zahlreichen Gatter-Namen weisen darauf hin, dass die Weidegebiete früher häufig durch Zäune eingegrenzt waren, die an ihren Öffnungen mit Gattern versehen waren. Diese Tore liessen sich in der Regel von aussen nach innen öffnen und waren so gebaut, dass sie von selbst zufielen und das Vieh die Weide nicht verlassen konnte (vgl. Id. 2, 495). Neben dem Gatter gab es als weitere Zaunlückenverschlüsse das kleinere, weniger grob gearbeitete «Türli» sowie die «Legi», eine Zaunöffnung mittels verschiebbarer liegender Stangen (cf. s. v. Tür und Legi) und schliesslich noch die «Stapfe», eine Vorrichtung mit Stufen, um über einen Zaun oder eine Mauer zu steigen (vgl. Stapfe).

Dieses Wort kommt in folgenden Namen vor: 

 Allein
 Abgeleitet
 Nominal verbunden