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fussaurtr.

/fus̀a®/; fus̀a® (S), fus̀a (Eb)
m., 'Graben, Grube'.

Lat. FOSSATUM n. 'Graben' (REW 3461; RN 2, 150), rtr. fussau (S), fusśa (Eb), m. 'Graben, Grube; Wehrgraben, Schutz-, Grenzgraben; Wassergraben; Mistrinne (im Stall)'. Die Frage nach der Wortentwicklung lenkt hier den Blick namentlich auf die (den Wortton tragende) Endung, deren zeitliche und geographische Ausformung von Camenisch 1962, 85ff. eingehend beschrieben worden ist (vgl. hier v. a. op. cit. 93ff. für Graubünden und op. cit. 105ff. für die Gebiete nördlich davon). Genereller Haupttyp von -ATU ist - über ein frühromanisches frikatives /-̀âdu/ - eine Lautstufe /-̀a®/ (mit völligem Dentalschwund), die heute noch in der Surselva und dem nördlichen Teil der Sutselva erhalten ist. In Mittelbünden (und Oberengadin) wurde das /-̀a®/ zu /-̓o/ monophthongiert (aber so spät, dass das Prättigau und das Rheintal unter Chur davon nicht mehr erfasst wurden); das Unterengadin gelangte zu /-̀a/.


Dieses Wort kommt in folgenden Namen vor: 

 Allein