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Fenk

/f“¾̅k/ (älter)
m., 1. 'Kolbenhirse (Setaria italica)'; 2. 'Fenchel (Foeniculum vulgare)'. Vgl. Bilgeri 1948, 78ff.; Jutz 1, 793; Id. 1, 834 und 867; Seitter 1977, 47 und 338.

Mhd. phenich, ven(i)ch m. 'Fench', aus lat. PANICUM 'Hirse' (wenig wahrscheinlich zu ahd. fenihhal, fenichen, mhd. fen(i)chel m. 'Fenchel', aus gleichbedeutendem lat. FOENICULUM). Lexer 2, 237f. zitiert: "gemainer hirs haizet ze latein panicum ze däutsch venich". Für eine Zuordnung von Fenk zu lat. PANICUM, mhd. phenich, ven(i)ch spricht die regelhafte Lautentwicklung und der Umstand, dass in unserer Gegend die beiden Hirsearten Hirs, Hirsch (Panicum miliaceum) und Fenk, Fench (Setaria italica) immer wieder in Dokumenten erwähnt werden (vgl. Bilgeri 1948, 81f.). - Der Anbau von Fenchel dagegen lässt sich aus älteren Dokumenten nicht belegen, und auch die sprachliche Entwicklung von mhd. fen(i)chel zu Fenk stiesse mit dem nicht plausibel zu erklärenden Schwund des ausl. /-el/ auf Schwierigkeiten. Immerhin ist der Fenchel als Gemüse in der Schweiz bereits seit dem Mittelalter, als ihn Benediktinermönche aus dem Mittelmeerraum mitbrachten, heimisch (vgl. Keller 1986, 140).


Dieses Wort kommt in folgenden Namen vor: 

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