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Bünt
  clus(a), curtin

p̮¥nt
f., 1. 'zur Zeit des allgemeinen Weidgangs ein von der Allmend durch Einzäunung abgeschlossenes, der privaten Nutzniessung vorbehaltenes und nach und nach in Privatbesitz übergehendes, infolge der regelmässigen Bewirtschaftung besonders ertragfähiges Grundstück, Gebiet, meist in der Nähe der Häuser'; 2. in neuerer Zeit (seit dem Eingehen des freien Weidganges) 'ein sorgfältig bewirtschaftetes, besonders auch reichlich gedüngtes und darum sehr ergiebiges Stück Pflanzland in der Nähe der Wohnungen'; 3. 'meist eingezäunte, mit Fruchtbäumen bepflanzte fette Wiese'. Vgl. Jutz 1, 492; Id. 4, 1401ff.

Ahd. biunta, biunda, biunt, mhd. biunte, biunde, biunt f. Substantivierung zum Verb winden, ahd. biwindan 'umwinden', im Sinne von 'um was sich der Zaun herumwindet' (Zinsli 1984, 560; Sonderegger 1958, 171; Id. 4, 1403); Kluge 1989, 81 s. v. Beunde setzt vordeutsches *bi-wund̠o an. Die Triesenberger Form Bünda f. ist aus etymologischer Sicht ursprünglicher als Bünt, dennoch ist auch Bünt bereits sehr alt (vgl. dazu wie auch zur Fortis im Auslaut Id. 4, 1403f.).


Dieses Wort kommt in folgenden Namen vor: 

 Allein
 Abgeleitet
 Nominal verbunden