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Büel
  bot, muot, tumba

b̊¬¼l
m. (Tb: n.), 'mit Gras bewachsener Hügel, Anhöhe, Berghang'. Vgl. Jutz 1, 485; Id. 4, 1094ff.

Ahd. buhil, mhd. bühel m. Das in Liechtenstein und seiner Umgebung (Werdenberg, Südvorarlberg) als Appellativ nicht mehr bekannte, als Namenwort jedoch recht produktive Büel entstand durch intervokalischen h-Schwund aus Bühel (siehe dort). Bereits in ahd. Zeit bestand neben buhil ein gleichbedeutendes buol, das sich mit Büel (aus Bühel) vermischt hat und dadurch verdrängt worden ist (vgl. Kluge 1989, 113; Id. 4, 1094ff.). Auffällig ist das neutrale Geschlecht in Triesenberg, wie es von Id. loc. cit. auch für den Raum zwischen Zürich und Bern spor. bezeugt wird. Unser Namenkorpus zeigt auffällig das Überwiegen von Büel-Namen im Unterland (nördlicher Landesteil), im walserischen Triesenberg und in der ehemaligen Walsersiedlung Planken, wogegen der Typ in den südlichen Gemeinden Balzers, Triesen und Vaduz völlig fehlt.


Dieses Wort kommt in folgenden Namen vor: 

 Allein
 Abgeleitet
 Nominal verbunden