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Allmend

OL ̀alm̄Š, B ̀aľpm̉Š, Tb ̀alḿ‰›n½, P a̅kṁŠ, UL ̀alm̉¡
f., 1. 'der ungeteilte Gemeindebesitz an Weideland'; 2. in Triesenberg auch 'die nach Rechten geteilte Sommerweide'. Vgl. Jutz 1, 62; Id. 1, 190.

Ahd. (ala)gimeinida, mhd. almeinde, almende f. Gebildet aus *ala- 'all, ganz' und (ge)meinde in der Bedeutung 'was allen gemeinsam ist' (vgl. Kluge 1989, 21). Alle zu unseren Flurnamen bezeugten historischen Formen zeigen den einstigen Appellativcharakter des Wortes, während heute (bei völlig anderen Wirtschaftsformen) der Wortsinn vorwiegend noch in der älteren Bevölkerung bekannt ist. In die Balzner Form /̀aľpm̉Š/ (mit Übergang des Nexus /-̗km-/ zu /-̌pm-/, beide mit implosivem Erstelement) kann sich sekundär auch dt. Alp f. eingemischt haben, umso mehr, als in Balzers die Allmendflächen im Tal heute als Kuhsömmerung («Alp») verwendet werden. Bei der in Planken geltenden Form /a̅kṁŠ/ ( < /*al̅kṁŠ/) wirkt das (sonst nur in historischen Formen erhaltene) Präfix ge- des ahd. *(ala-)gi-meinida nach (vgl. Id. 1, 191).


Dieses Wort kommt in folgenden Namen vor: 

 Allein
 Nominal verbunden